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"Selbsthilfe im Gesundheitswesen. Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit" - Eine Veranstaltung im Rahmen des RehaKongress 2019

09.10.2019
Rehaklinik Glotterbad

Die Selbsthilfe gewinnt immer mehr an Bedeutung im Gesundheitswesen: sie wird zum anerkannten Partner, zur "vierten Säule" in der Versorgungslandschaft. Vertreter der Selbsthilfe sitzen inzwischen in wichtigen Gremien und Ausschüssen, sind an der Entwicklung von Behandlungsleitlinien beteiligt und können ihre Perspektive aktiv einbringen. Gleichzeitig engagieren sich viele Menschen an der Basis in Gruppen, Foren und Chats und wirken hier sozialer Isolation und Hoffnungslosigkeit entgegen. Laut der "Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen" (NAKOS) sind in Deutschland rund drei Millionen Menschen in ca. 100.000 Selbsthilfegruppen aktiv.

"Selbsthilfekompetenz fördert Gesundheitskompetenz" - so beschreibt es NAKOS-Geschäftsführerin Ursula Helms. "In einer Zeit mit starkem Bedürfnis nach Sicherheit und sozialer Gerechtigkeit aktiviert die Selbsthilfe-Idee Toleranz und soziales Miteinander und Solidarität gegen Ausgrenzung - selbstbestimmt, solidarisch, nachhaltig, mutig."

Auch in der Rehalandschaft gewinnt das Thema Nachsorge in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Wir können Veränderungsprozesse verstetigt werden? Welche Unterstützung ist sinnvoll und ist wohnort- bzw. alltagsnah möglich?

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass auch in Rehakliniken die Kooperation mit gemeinschaftlicher Selbsthilfe eine immer wichtigere Rolle einnimmt. Doch wie sieht die Zusammenarbeit tatsächlich aus? Was schätzen Rehaeinrichtungen an der Selbsthilfe - und umgekehrt? Welche Vernetzung gibt es mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen?

Gemeinsam wollen wir im Rahmen unserer Veranstaltung viele Aspekte zum Thema Selbsthilfe und Nachsorge beleuchten, um die Vielfalt und die Potenziale dieser Zusammenarbeit auf dem Weg zur Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit aufzuzeigen.

Programm:

10.30 Uhr
Come together

11.00 Uhr
Begrüßung
Claudia Wehnelt, Selbsthilfebeauftragte der Rehaklinik Glotterbad, Glottertal

11.15 Uhr
Transfer und Stabilisierung des Rehabilitationsergebnisses durch aktives Nachsorgemanagement und Selbsthilfeförderung am Beispiel Traumafolgestörungen
Dr. Britta Menne, Ärztliche Direktorin Rehaklinik Glotterbad und ZAPR Glotterbad, Glottertal

11.45 Uhr
Natur- und tiergestützte Achtsamkeits-Therapie zur Nachsorge bei depressiven Patienten mit hohem Rückfallrisiko.
Prof. Dr. Elisabeth Schramm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Freiburg

12.15 Uhr
Wieder Land sehen: Selbsthilfe bei Depressionen
Dr. Christian Firus, Oberarzt Rehaklinik Glotterbad

13.00 Uhr
Mittagspause

14.00 Uhr
Beiträge aus der Praxis der Selbsthilfe
Martin Halle, Selbsthilfe mit Köpfchen, Freiburg

Depression und Meditation
Alfred Rezabek, Selbsthilfe mit Köpfchen, Freiburg

14.45 Uhr
Digitale Technologien in der Reha-Nachsorge: Ein kurzer Überblick und praktische Erfahrungen
Dr. Martin Poppelreuter, Psychologe Rehaklinik Glotterbad

15.15 Uhr
PsyRENA als Hilfe zur Selbsthilfe?
Fariddudin Qurbani, Psychologe ZAPR Glotterbad, Glottertal
Franziska Schosser, Psychologin ZAPR Glotterbad, Glottertal

16.00 Uhr
Ende der Veranstaltung
Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch.

Ausführlicher Programmflyer:
Download

Termin:
Mittwoch, 09. Oktober 2019

Veranstaltungsort:
Rehaklinik Glotterbad
Gehrenstraße 10
79286 Glottertal

Veranstalter:
Rehaklinik Glotterbad
Fachklinik für Psychosomatik, Psychotherapeutische und Innere Medizin
Gehrenstraße 10
E-Mail: info@rehaklinik-glotterbad.de
www.rehaklinik-glotterbad.de

Ärztliche Direktorin:
Dr. med. Britta Menne

Kaufmännische Leiterin:
Heidi Bäumgen

Anmeldung:
Petra Klaiber
Tel. 07684 809-121
Fax: 07684 809-253
E-Mail: p.klaiber@rehaklinik-glotterbad.de
Um Anmeldung wird bis zum 25.09.2019 gebeten

Fortbildungspunkte:
Für die Veranstaltung werden Fortbildungspunkte bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg beantragt.


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